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    Industriepumpen + Kompressoren

    Prozesspumpen für extreme Fördertemperaturen

    Autor: Heinz M. Nägel

    Ausgabe 02 

    2011 

    5 Seiten

    Schlüsselwörter: Pumpen

    Traditionelle Membranpumpen mit Elastomer-Flachmembranen eignen sich in der Regel für Temperaturen bis maximal 120 °C. Darüber hinaus sind PTFE-Membranen erforderlich, die jedoch bei großvolumigen Pumpen konstruktiv nicht realisierbar sind. Varianten mit einer Kombination aus Elastomer- und PTFE-Lagen erreichen aufgrund unterschiedlicher Wärmekoeffizienten häufig nicht die erwartete Lebensdauer. Bei den in diesem Beitrag vorgestellten Doppel-Schlauchmembranpumpen wurde die übliche Flachmembrane in eine Schlauchmembrane modifiziert, die als pulsierendes Verdrängungsorgan agiert. Sie leitet das Medium ohne Umlenkungen in einer geraden Strömungslinie durch die Pumpe und gewährleistet eine hermetische Abschirmung vom Pumpengehäuse und von der Umwelt. Teure Sonderwerkstoffe werden überflüssig. Für Fördertemperaturen im Bereich von 130 bis 200 °C stehen spezielle PTFE-Mischungen zur Verfügung. Die Schlauchmembranen gewährleisten den sicheren Transport des heißen Mediums und schützen darüber hinaus das Antriebsende durch deutliche Temperaturreduzierung an der Grenzfläche der doppelten Barriere. Die permanente Überwachung der redundanten Schlauchmembranen erfolgt im Einspannbereich mit dreifacher Differenzierung. Für extreme Fördertemperaturen steht eine Reihe von Sonderausführungen mit Kühl- oder Heizmantel, Konvektorflächen, doppelt redundanten Membranen oder getrennter Aufstellung von Flüssigkeits- und Antriebsende für Fördermengen von 0,1 bis 1.000 m3/h und Drücke bis 320 bar zur Verfügung.