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    GI - GebäudeTechnik | InnenraumKlima

    Plusenergie-Grundschule Niederheide in Hohen Neuendorf: Erste Monitoring-Ergebnisse

    Autor: Sebastian Dietz / Friedrich Sick

    Ausgabe 05 

    2013 

    11 Seiten

    Schlüsselwörter: Energie,GI

    Der Neubau einer Grundschule mit integrierter Sporthalle der Stadt Hohen Neuendorf (GSHN) ist nach dem Plus-Energiekonzept geplant und wird durch das Programm „Energieoptimiertes Bauen“ (EnOB) des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. In einem zweijährigen Intensivmonitoring, durchgeführt von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, werden das Plus-Energiekonzept validiert und ggf. optimiert sowie die innovativen Elemente bewertet. In der GSHN werden für insgesamt acht Bilanzzonen die Energieverbräuche für Beleuchtung, Lüftung und Heizung erfasst. Anhand der aufbereiteten Messdaten werden die energetische Gebäudecharakteristik und die Anteile der Verbrauchergruppen am Gesamtenergieverbrauch analysiert. Das hybride Lüftungskonzept, eine Kombination aus einer mechanischen Grundlüftung und einer automatisierten natürlichen Stoßlüftung, soll mit einem minimalen Einsatz elektrischer Energie, für eine gute Raumluftqualität sorgen. Die Praxis zeigt jedoch, dass zur Vermeidung von Beschwerden anstelle einer streng Stundenplan geführten Steuerung die tatsächlichen Nutzungszeiten in der Lüftungsstrategie berücksichtigt werden müssen. Zudem kann das Zusammenspiel mit dem Heizungssystem verbessert werden. Die thermischen Komfortbedingungen in der GSHN entsprechen sowohl im Winter als auch im Sommer sehr guten Behaglichkeitswerten. Eine massive Stahlbetonweise mit einem hohen Anteil thermisch verfügbarer Speichermasse ermöglicht eine effiziente Regeneration in den kühleren Nachtstunden durch die freie Lüftung und verhindert somit eine Überhitzung der Klassenräume am Tag. Durch das Monitoring konnten bereits im ersten Betriebsjahr Fehler im Gebäudebetrieb erkannt und behoben werden. Hierzu zählen ein falsch positionierter Außentemperaturfühler, falsche Betriebszeiten der Lüftungsanlagen und fehlerhafte Programmierungen der Gebäudeautomation. Dies zeigt, dass ein Monitoring für einen effizienten Gebäudebetrieb unverzichtbar ist.