SciFo - ScienceForum

Angebot anfordern

Für ein individuelles Angebot stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Nutzen Sie einfach unser Formular und wir kontaktieren Sie schnellst möglich.


>> zur Angebotsanfrage

Testzugang anfordern

Jetzt Zugang anfordern und 30 Tage kostenlos testen!

>> zum Testzugang

 Fragen zu SciFo?


>> FAQ


>> Kontaktieren Sie uns

 

 

GI - GebäudeTechnik | InnenraumKlima

Untersuchungsergebnisse eines kombinierten Wärmeversorgungssystems mit Solarenergie und Erdwärmespeicher

Autor: Salman Ajib/Wolfgang Günther, Diala Karmo, Rachid Sadik, Helmut Weidner
Ausgabe 04  2013 
16 Seiten
Schlüsselwörter: Energie,GI

Die Substitution konventioneller Energieträger, wie Öl, Gas oder Kohle steht im Mittelpunkt heutiger internationaler Energiepolitik. Ziel ist dabei, die Emission der Treibhausgase drastisch zu senken, um die globale Erwärmung der Umwelt und damit einer Klimaverschlechterung vorzubeugen. Aus diesem Grund wurden im Rahmen der Forschungsarbeiten im Institut für Thermo- und Fluiddynamik der TU Ilmenau, in Kooperation mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe-Standort Höxter, Untersuchungen durchgeführt, inwieweit der Jahresheizenergiebedarf eines Einfamilienhauses in südlichen Gebieten Europas, allein durch Kombination von Solarenergie und einem Erdwärmespeicher, gedeckt werden kann. Zu diesem Zweck wurden im Vorfeld die physikalischen Eigenschaften des betreffenden Erdreichs bestimmt sowie analytische Berechnungen und numerische Simulationen durchgeführt. Dabei wurde der Einfluss unterschiedlicher Materialien für den Bau des Erdwärmespeichers untersucht. Letztendlich wurde in Benidoleig nahe Valencias in Spanien eine bestehende Solaranlage auf einem Einfamilienhaus um einen Erdwärmespeicher ergänzt und die Gesamtanlage vermessen. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse der numerischen Simulationen sowie die Messergebnisse des kombinierten Wärmeversorgungssystems vorgestellt und miteinander verglichen sowie Optimierungsvorschläge abgeleitet und diskutiert. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, wurde auch die ökonomische Seite des Baus eines derartigen Erdwärmespeichers betrachtet. Die Untersuchungsergebnisse haben gezeigt, dass mit einem geringen Kostenumfang überschüssige Solarenergie im untersuchten Erdwärmespeicher zwischengespeichert werden kann, um so in der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst den Heizungsbedarf in den Abendstunden zu decken. Abhängig von der eingebrachten Energiemenge der Solarthermieanlage ist nach einer längeren Aufheizphase dieses kosten-günstigen Erdwärmespeichers auch die Überbrückung einer Schlechtwetterperiode über einen Zeitraum von vier bis fünf Tagen möglich.