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gwf - Gas+Energie

Messabweichung und -unsicherheit beim Letztverbraucher infolge der Netzeinspeisung von Wasserstoff

Autor: Klaus Steiner
2018 
8 Seiten
Schlüsselwörter: Reports,Gas & Energie

Bei Letztverbrauchern werden Abrechnungswerte mit Messsystemen bestimmt, die aus geeichten Regelgeräten zur Effektivdruckdarbietung und Gaszählern zur Mengenmessung bestehen. Beide Geräte tragen zu den Messabweichungen und Messunsicherheiten beim Letztverbraucher bei. Aktuell erlaubt das DVGW-Regelwerk fast 10 % Wasserstoffanteile im Erdgas. Wasserstoffbeimischungen vergrößern Messabweichungen und Messunsicherheiten. Abrechnungswerte werden ungenauer und weniger präzise. Messabweichungen steigen mit dem Anteil regenerativer Gase an. Die fluktuierende Einspeisung regenerativer Gase und die lastabhängige Verteilung der Brenngasgemische lassen die Gaszusammensetzung beim Letztverbraucher schwanken und infolgedessen Messunsicherheiten ansteigen. Dichteabhängige Gerätekennwerte werden genutzt, um den Anstieg der Messabweichungen und Messunsicherheiten beim Letztverbraucher infolge der Einspeisung regenerativer Gase ins Erdgas zu berechnen. Messabweichungen werden über zulässige Fehlergrenzen beschrieben. Messunsicherheitsberechnungen folgen den Methoden der ISO 5168. Bei der thermischen Gasabrechnung können 10 % Wasserstoffanteile im Erdgas zu Messabweichungen bis zu 7 % bezogen auf 1 m³ Gas beim Letztverbraucher führen. Die Messunsicherheiten der Abrechnungswerte schwanken dabei zwischen 1,1 und 1,3 % (k = 2) je nachdem, ob die Abrechnungsbrennwerte auf Basis von Messdaten mit Prozessgaschromatografen bestimmt oder über die lastabhängigen Gasflüsse berechnet werden.