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gwf - Gas+Energie

Potenzielle Auswirkungen von Brenngasen aus erneuerbaren Energien auf Untertage-Gasspeicher

Potenzielle Auswirkungen von Brenngasen aus erneuerbaren Energien auf Untertage-Gasspeicher

Autor: Kai Schulze / Joachim Wallbrecht
Ausgabe 03  2017 
6 Seiten

Brenngase aus erneuerbaren Energiequellen („alternative Brenngase“), wie z. B. Biogas oder mittels Elektrolyse erzeugter Wasserstoff, können als Austausch- bzw. Zusatzgas in die Netze der öffentlichen Gasversorgung eingespeist werden. Aus der Einspeisung von alternativen Brenngasen in Untertage-Gasspeicher (UGS) könnte es zu folgenden gravierenden negativen Einflüssen in den folgenden Bereichen kommen: Formationsschädigung bei Porenspeichern, Korrosion der unter- und obertägigen Installationen und Beeinträchtigung der Funktionalität von Armaturen. Um diese potentiellen Gefahren für die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der UGS bewerten zu können, wurden mehrere Literaturstudien durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass bei Einhaltung der im DVGW Arbeitsblatt G 260 und G 262 festgelegten Grenzwerte sowie des Grenzwertes der EN 16726 für Kohlendioxid keine gravierenden Probleme für den sicheren und dauerhaften Betrieb von UGS bestehen. Bei ausreichender Aufbereitung dürfte die Mikrobiologie aus dem Biogas ebenfalls kein Problem darstellen. Allerdings fehlen für die Definition eines Grenzwertes für H2 derzeit verlässliche Daten. Eine Festlegung von Grenzwerten für die in die UGS zu injizierenden Gase, ohne vorherige Absicherung der Verträglichkeit für die UGS bzw. die Injektion von ungeprüften Gasen in UGS, ist abzulehnen. Ein Vorgehen ohne Festlegung von geprüften Grenzwerten stellt eine potentielle Gefahr für die technische Integrität der Speicher dar und kann zu irreversiblen Schädigungen insbesondere von Porenspeichern führen.